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Business-Essen

Jedes Business-Essen durchläuft

6 Phasen

Phase 1: Begrüßung

Falls Sie Ihre Gäste persönlich abholen, begrüßen Sie sie bereits im Hotel/der Firma/etc. Als Gastgeber ergreifen Sie die Initiative: Reichen Sie – unabhängig vom Geschlecht – zuerst den Ranghöheren und dann den Rangniederen die Hand. Bedenken Sie, dass Partnerinnen und Begleiter denselben Rang haben wie die Person, mit der sie da sind. Nutzen Sie die Begrüßung, um einander unbekannte Gäste bekannt zu machen und miteinander ins Gespräch zu bringen.

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Phase 2: Betreten des Lokals

Betreten Sie das Restaurant gemeinsam, gehen Sie als Gastgeber vor und halten die Tür für Ihre Gäste auf. Im Lokal übernehmen Sie wieder die Führung und warten auf die Servicekraft. Weist der Kellner den Weg zum Tisch, lassen Sie Ihre Gäste wieder vor und gehen als letzte(r). Sofern keine Sitzordnung existiert: Helfen Sie Ihren Gästen bei der Auswahl der Plätze. Der ranghöchste Gast sollte den besten Platz (z.B. mit Blick aus dem Fenster oder in den Raum) bekommen.

Phase 3: Speisen und Getränke sicher wählen

Als Gastgeber lassen Sie Ihrem Gast zwar die freie Wahl, was er speisen möchte, Sie dürfen und sollten jedoch beraten. Welche Empfehlung können Sie aussprechen? Was ist die Spezialität des Hauses? Durch kleine Hinweise wie „die gefüllten Süßkartoffeln als Zwischengericht scheinen mir sehr verlockend” signalisieren Sie unauffällig, wie viele Gänge Ihre Gäste wählen können. Wichtig: Wählen Sie bereits im Vorfeld das Restaurant (und somit die Preiskategorie) mit Bedacht. Prinzipiell sollten Ihre Gäste auch das teuerste Menü bestellen können, ohne das es für Sie unangenehm wird.

Phase 4: Bringen Sie das Gespräch in Schwung

Führen Sie als Gastgeber auch bei den Gesprächen unauffällig Regie. Besonderst geeignet für eine entspannte Konversation sind Themen, zu denen Ihr Geschäftspartner viel zu sagen hat. Reagieren Sie, wenn jemand bei den Gesprächen außen vor bleibt und binden Sie ihn wieder mit ein: „Wo wir beim Thema Asien sind: Sie waren doch erst vor kurzem in Tokio, Herr Meyer.”

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Phase 5: Essen und Genießen

In einem guten Restaurant dürfen Sie erwarten, dass alle Speisen eines Ganges etwa zur gleichen Zeit serviert werden. Warten Sie bis alle versorgt sind. Bei einem Gastgeberpaar ist es Aufgabe der Frau, als erste zum Besteck zu greifen und somit das Zeichen zum Essensbeginn zu geben. Sind Sie alleine, übernehmen Sie diesen Part auch als Mann. Wenn nicht schon längst geschehen: Erheben Sie das Glas, prosten Sie Ihren Gästen zu und geben Sie damit die Getränke frei. (Sind Sie alleine, übernehmen Sie diesen Part auch als Frau.)

Phase 6: Schließen Sie einen gelungenen Abend stilvoll ab

Circa 20 Minuten nach Beendigung des Kaffees gilt die Tafel als beendet. Bedanken Sie sich bei Ihren Gästen und fragen Sie, wem Sie ein Taxi bestellen sollen. Zahlen Sie die Rechnung möglichst diskret am Tisch oder vorne an der Theke; ca. 5 bis 10 Prozent Trinkgeld sind angemessen. Falls Sie möchten, können Sie auch noch einen gemeinsamen Ortswechsel in eine Vinothek oder eine gemütliche Bar vorschlagen.

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Tischmanieren/Restaurantbesuch

Dass man das Besteck von außen nach innen benutzt, die Serviette auf den Schoß legt und die Bedienung nicht mit „Fräulein” anspricht, sind keine interessanten Neuigkeiten. Hier eine Schnellübersicht der häufigsten Fehler
im Restaurant:

Vorsicht Fettnäpfchen

Fettnapf Nr. 1: Zahnstocher und Lippenstift

Wenn Sie sich frisch machen oder einen Zahnstocher benutzen wollen, tun Sie dies nie am Tisch. Besser ist: Sich kurz entschuldigen und den Waschraum oder die Toilette aufsuchen. Dort können Sie sich auch in Ruhe davon überzeugen, dass beim Essen nichts zwischen Ihren Zähnen hängen geblieben ist, sondern auch Frisur und ggf. Make-up kontrollieren.

Fettnapf Nr. 2: Nachsalzen

Nachzusalzen, bevor man dass Essen probiert hat, gilt als Fauxpas und ist eine Beleidigung für den Koch. Wer weiß: Vielleicht ist die Speise bereits gut genug gewürzt? Nehmen Sie erst einen Bissen und entscheiden Sie dann, ob Sie weitere Gewürze benötigen.

Fettnapf Nr. 3: Gestikulieren mit dem Besteck

Wenn Sie Ihre Hände benötigen, um Ihre Aussagen zu unterstreichen, legen Sie Ihr Besteck am besten kurz ab. Es ist einschüchternd, unangenehm und evtl. sogar gefährlich wenn mit spitzen Gabeln und scharfen Messern gestikuliert wird.

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Fettnapf Nr. 4: Alkohol

Je länger der Abend dauert, desto strenger sollten Sie Ihren Alkoholkonsum kontrollieren. Das gelingt Ihnen, indem Sie sich viel Wasser und nur wenig Wein nachschenken lassen. Das Ziel eines Geschäftsessens ist es, die Basis für eine weitere geschäftliche Zusammenarbeit zu schaffen – und keine allzu vertrauliche Kumpanei.

Fettnapf Nr. 5: Rauchen

Zwischen den Gängen wird nicht geraucht. Verzichten Sie, wenn irgend möglich, auch auf die Zigarette nach dem Kaffee. Vergewissern Sie sich zumindest, dass niemand am Tisch sich durch das Rauchen gestört fühlt, bevor Sie die Zigarettenschachtel zücken.


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