Brief, E-Mail und SMS
Welche Kommunikationsform im Geschäftsleben ist wann und wie
angemessen? Kurz geantwortet: Ein Brief ist förmlich und repräsentativ,
eine E-Mail schnell und praktisch, eine SMS unkonventionell.
Brief
Bewertung:
-
Geeignete Schriftform für förmliche,
offizielle Schreiben wie Einladungen,
Gratulationen, Kündigungen,
Mahnungen, Beileidsbekundungen etc.
- Hohe Rechtssicherheit durch den
Zusatz „Persönlich/Vertraulich” oder
durch die Versendung per Einschreiben
- Ein Brief weckt beim Empfänger mehr
Aufmerksamkeit als eine E-Mail
E-Mail
Bewertung:
- Geeignet für die sachliche, alltägliche, schnelle Firmenkommunikation
- Auch ein elektronischer Brief ist ein Schriftstück, bei dem
es auf eine korrekte Anrede, einen Abschiedsgruß, Groß-
und Klein- sowie korrekte
Rechtschreibung ankommt.
- Da die meisten Menschen mittlerweile zu viele E-Mails bekommen,
sollten Sie den Verteiler mit bedacht wählen und zur Abwechslung
auch einmal zum Telefonhörer greifen. E-Mails sind sehr unpersönlich!
SMS
Bewertung:
- Im Geschäftsleben eher unüblich, sofern Sie nicht gerade
bei einem Mobilfunkbetreiber oder Handyhersteller arbeiten.
- Für Notfälle geeignet, wenn es eilt und der andere
gerade anders nicht zu erreichen ist.
„LG” und „MFG” – Darf man in E-Mails
Abkürzungen verwenden?
Jein. Generell sind E-Mails sehr unpersönlich. Und wenn Sie
dann noch die „Liebe” und die „Grüße”
durch einen emotionslosen Buchstabencode ersetzen, bereitet Ihre Post
genau so viel Freude wie ein Behördenschreiben. Außerdem
wissen Sie nicht, ob Ihr Gegenüber die Kürzel versteht.
Nicht jeder weiß, dass „SgduH” „Sehr geehrte
Damen und Herren” heißen soll. Der Empfänger sollte
nicht Rätselraten müssen, nur weil der Versender zu faul
ist, die Wörter auszuschreiben. Lediglich in der betriebsinternen
Kommunikation sind bestimmte Abkürzungen erlaubt. Etwa „HKE”
für „Hauptkorrektur-Exemplar”.
Einladungen verfassen
Eine geschäftliche Einladung und ein Werbeschreiben haben einiges
gemeinsam. Ein gutes Werbeschreiben motiviert zum Bestellen. Eine
gute Einladung weckt beim Adressanten den Wunsch, positiv zu antworten.
Ihre Einladung sollte nicht nur alle nötigen Angaben enthalten,
sondern auch stilistisch auf die bevorstehende Feier einstimmen und
dem Image der Firma entsprechen.
Diese Informationen gehören in Ihre Einladung
- Wer lädt ein (Firma, Abteilung, Vorstand, Geschäftsführer,
etc.)?
- Anlass (Jubiläumsfeier, Tag der offenen Tür, Weihnachtsfeier
etc.)
- Datum der Veranstaltung
- Uhrzeit (ggf. Dauer/Ende der Veranstaltung)
- Ort
- Ob und ggf. wie bewirtet wird
- Zeitpunkt, bis wann um Antwort gebeten wird.
- ggf. Bekleidungshinweis
- ggf. Antwortkarte
- ggf. Hinweis auf empfehlenswerte Hotels/Übernachtungsmöglichkeiten)
- ggf. Anfahrtsskizze
Bei größeren Veranstaltungen ist eine Antwortkarte sinnvoll.
So behalten Sie die Übersicht, wer ab- oder zugesagt hat, wer
mit wie vielen Personen kommt und wer zum Beispiel eine Übernachtungsmöglichkeit
benötigt.