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Pressemitteilung vom 13. August 2009
Fernsehen/Gesellschaft/Gastronomie
Das Fernsehen verbreitet schlechte Manieren
Deutscher Knigge-Rat und Gourmetpapst Siebeck üben
Kritik
Bonn – Schlechte Vorbilder verderben gute Manieren.
„Nicht alles, was das Fernsehen als Leitmedium der Deutschen
auftischt, ist nachahmenswert", warnt Agnes Jarosch vom Deutschen
Knigge-Rat. „Leider ist es aber gesellschaftlich prägend."
Bestätigt wird sie von dem „Gourmetpapst" Wolfram
Siebeck. In einem Interview mit der Fachzeitschrift „Der Große
Knigge" (August-Ausgabe) über Tischsitten beklagt der
Gastronomiekritiker. „Das Fernsehen verbreitet zum Teil schlechte
Manieren."
Ein Weinglas mit der ganzen Hand zu umfassen, statt mit den Fingern
am Stil zu halten, „ist nach wie vor unmöglich und unästhetisch,
barbarisch und unzivilisiert“. Aber genau dies sei in TV-Serien
oder Talkrunden immer wieder zu sehen. Kneipenniveau bestätigt
Siebeck jenen Regisseuren, die Schauspielern in einem Edelrestaurant
Sauce mit Brot auftunken lassen. „In der gehobenen Gastronomie
lässt man sich einen Löffel bringen. Das Tunken ist etwas
für Kneipen.“
Ähnlich muten Agnes Jarosch vom Knigge-Rat mitunter auch Talkrunden
im Fernsehen an. „Da unterbrechen Moderatoren Gesprächsteilnehmer
mitten im Satz, die wiederum – nicht selten Politiker –
fallen sich gegenseitig ins Wort." Personen, die im öffentlichen
Leben stehen, sollten sich jedoch bewusst sein, dass sie auch eine
Vorbildfunktion haben.
Der Deutsche Knigge-Rat
/ 13.08.2009
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Thorsten Thierbach
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Pressemitteilung
13.08.2009 als PDF