Pressemeldung vom 08. September 2008
Schule/Psychologie/Gesellschaft
Deutscher Knigge-Rat
veröffentlicht Schul-Knigge
Aufforderung an Schüler: Grüßt
mal wieder Eure Lehrer
Bonn - Gutes Benehmen ist kein Selbstzweck, sondern praktische
Umsetzung der Werte Respekt und Höflichkeit, Toleranz und gegenseitige
Wertschätzung. Gutes Benehmen stärkt das Selbstvertrauen
und bewirkt eine positive Ausstrahlung auf andere. Zudem ist
es eine wichtige Voraussetzung für Bewerbungen und Erfolg im
Beruf, schreibt der "Deutsche Knigge-Rat" Schülern
ins Stammbuch.
Dazu zählt auch: „Grüßt mal wieder Eure Lehrer.“
Und dies deutlich vernehmbar mit Namen und Blickkontakt. Untereinander
hat ein vulgärer, beleidigender Umgangston oder aggressives
Nachäffen von Dialekten und fremden Sprachen nichts verloren.
„Aus solchem Verhalten entstehen die meisten Streitigkeiten
bis hin zur Gewaltanwendung“, warnt der Knigge-Rat, der
jetzt einen zehn Punkte umfassenden Schul-Knigge veröffentlichte.
Mobbing ist feige – Handy ist out
Danach gilt unter anderem: Nur Egoisten und Menschen mit schlechter
Kinderstube brüllen andere nieder. Jeder hat das gleiche Recht,
dass andere ihm zuhören und ihn ausreden lassen. „Viel
intelligenter ist es, gut zuzuhören, fair zu bleiben und dabei
herauszufinden, warum der Andere anders denkt“, rät Alexander
Freiherr v. Fircks, Gründungsmitglied im Deutschen Knigge-Rat
und Leiter der Protokollakademie Hannover.
Wer Mitschüler mit gezielten Halbwahrheiten, Lügen
und Gerüchten mobbt, ist kein Klassenheld, sondern hinterhältig
und feige. Betroffenen rät der Deutsche Knigge-Rat, nicht zu
schweigen, sondern sich sofort Lehrern oder den Eltern anzuvertrauen.
„Das macht frei und mutig.“
Selbstbewusstsein gewinnt, wer statt großer Klappe Verantwortungsbereitschaft
zeigt und sich freiwillig für die Klasse oder die Schule engagiert,
sei es als Klassensprecher oder bei der Schülerzeitung.
Ebenso gefragt sind Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.
„Das vertrottelte Verschlafen von Unterrichtsbeginn oder Pausenende
ist rücksichtslos und nervt nicht nur Lehrer sondern auch die
Mitschüler.“ Die Nervensäge Nummer eins im
Unterricht ist jedoch das Handy. „In ist, wer das Handy ausschaltet.“
Das „Kleine Schul-Outfit" fördert das Wir-Gefühl
Viel zu mehr Rücksicht und Gemeinsamkeit könnten nach
Ansicht des Deutschen Knigge-Rats auch die Schulleitungen beitragen,
indem sie das „Kleine Schul-Outfit“ einführen.
Einheitlich ist dabei nur das Oberteil der Kleidung. „So wird
Marken-Mobbing vermindert und das Wir-Gefühl der Schüler
gestärkt.“ Denn: Wer nicht mit bestimmten Marken
mithält, wird oft gnadenlos gemobbt. „Somit kann die
Kleidung zum krankmachenden Schüler-Stress ausarten.“
Der komplette Schul-Knigge steht im Internet unter www.knigge-rat.de
gratis zum Download.
Der Deutsche
Knigge-Rat / 08.09.2008
Weitere Informationen erhalten Sie von
Thorsten Thierbach
Tel.: (02 28) 8205-7332
Fax: (02 28) 36808-43
E-Mail: to@vnr.de
Der Deutsche Knigge-Rat
c/o DER GROSSE KNIGGE
Theodor-Heuss-Str. 2–4
53177 Bonn
www.knigge-rat.de