Pressemeldung vom 03. Juli 2008
Psychologie
Körpersprache beeinflusst Umsätze und
Arbeitsklima
Deutscher Knigge-Rat: Respektieren Sie die Distanzbedürfnisse
anderer
Bonn – Chefs und Kollegen, die nicht anklopfen und „mit
der Tür ins Haus fallen" sorgen für Frust und Abwehrhaltung.
Die Empfehlung des Deutschen Knigge-Rats (www.knigge-rat.de) dazu:
„Respektieren Sie auch im Betrieb die Distanzbedürfnisse
anderer." Jeder Arbeitsplatz hat unsichtbare Grenzen, die man
nicht unkommentiert überschreiten sollte. Niemand mag es, wenn
andere Menschen uneingeladen und selbstverständlich ins persönliche
Territorium eindringen. Kurzes Innehalten, ein freundliches Zunicken
und Zulächeln sind Signale des Respekts. Ruckartige Bewe-gungen,
laute Geräusche und fehlender Blickkontakt im fremden Territorium
können Feindseligkeiten hervorrufen und fördern.
Doch auch die Person am Schreibtisch hat nonverbale Pflichten.
Einen Besucher „nur“ einfach herein zu bitten, ihn dann
aber kaum eines Blickes zu würdigen, sollten sich auch Vorgesetzte
nicht erlauben – selbst wenn sie mitten in der Arbeit stecken
oder telefonieren. Denn, so Günter Hübner, Körpersprache-Experte
vom Deutschen Knigge-Rat: „Das Gefühl kennt keine Hierarchie,
aber es reagiert auf Beachtung und Missachtung."
Das hat nicht nur Auswirkungen auf das Arbeitsklima sondern auch
auf die Kauflust des Kunden. Der modernste Messestand und die edelste
Geschäftseinrichtung verfehlen ihre Wirkung, wenn das Personal
mit sich selbst beschäftigt ist. „Wer nicht innerhalb
weniger Sekunden eines Blickes gewürdigt und damit ohne Worte
kontaktiert wird, empfindet auch keine persönliche Ansprache",
so Hübner.
Gedrückt und geschüttelt
Die zum Gruß gereichte Hand, kann eine Begegnung gleich zu
Beginn auf die schiefe Bahn bringen, warnt der Deutsche Knigge-Rat.
Viele Vertreter reichen ihren Kunden grundsätzlich immer die
Hand und treten dabei in ein Fettnäpfchen, wenn sie Gast sind.
Denn: „Grundsätzlich heißt der Gastgeber seine
Gäste willkommen, indem er ihnen die Hand reicht.“ Der
freundlich „zuvorkommende“ Besucher, der schon mit ausgestrecktem
Arm auf seinen Gesprächspartner losgeht, lasse dem Gegenüber
keine andere Wahl mehr und missachte die Spielregeln der Gastfreundschaft.
Wer dann auch noch zupackt wie ein Schraubstock oder die fremde
Hand so gründlich schüttelt wie ein Barmixer den Cocktail,
begeht einen nonverbalen Stilbruch. Der folgende verbale Austausch
ist unbewusst gestört. „Der solchermaßen Überfallene
fühlt sich von seinem Standpunkt abgedrängt und nicht
respektiert. Widerstand keimt auf“, erläutert Hübner.
Der Deutsche
Knigge-Rat / 03.07.2008
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